Der peruanische Amazonas

Natürlich durfte Perú auf unserer Reiseroute durch das südliche Südamerika nicht fehlen. Heute präsentiere ich euch unsere viertägige Expedition in den Amazonas, die wir im Dezember 2013 gemacht haben. Wenn ich an die Zeit denke, schwirren mir unglaublich viele Adjektive durch den Kopf…




Beginnen wir doch einfach mit Horizont erweiternd. Das passt natürlich auf die gesamte Zeit die wir in Südamerika verbracht haben, aber die vier Tage waren es ganz besonders. Noch bevor wir unsere Lodge bezogen besuchten wir ein einheimisches Volk, das auch noch wirklich im Urwald wohnt, dort aber heute, natürlich durch das Geld der Touristen, auch wetterbeständige Wohnhütten errichtet hat. Als die nur mit großen Blättern ‚bekleideten‘ Menschen mit uns im Kreis getanzt haben, war das super befremdlich aber auch eine Erfahrung die ich wohl meinen Enkelkindern noch erzählen werde.
In der Lodge wurden wir dann wieder aus dem 17. in das 19. Jahrhundert hochgestuft. Dort gab es theoretisch Strom, dieser wurde hauptsächlich für den Kühlschrank gebraucht, damit die Lebensmittel nicht so schnell verderben. An der Rezeption hätte man auch seine Handy- oder Kameraakkus laden können, wir haben aber darauf verzichtet. In den Zimmern gab es keine Steckdosen und für Abends eine Petroleumlampe. Aus dem Wasserhahn kam Amazonaswasser bzw. das Wasser des Nebenflusses an dem wir uns befanden. Wie ihr merkt, haben wir es überlebt und wir hätten auch deutlich länger dort bleiben können. Die Unterkunft war in unseren Augen perfekt. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass nur wir, unser Guide und drei Angestellte dort waren. Dies sorgte für eine noch intensivere Erfahrung der gesamten Situation. Während man seinen Horizont erweitert, lernt man nicht nur Neues über sich selbst.
Die Reise in den Amazonas war dadurch auch sehr lehrreich. Einmal selbst durch den Primärwald des Amazonas zu wandern, mit einem Schamanen zu sprechen und all seine Kräutertränke erklärt zu bekommen (Wir haben uns nicht getraut auch alles zu probieren, schließlich wollten wir unseren Horizont und nicht unser Bewusstsein erweitern 😉 ), Tiere, von der Vogelspinne über rosa Delfine bis zu Affen in freier Wildbahn zu sehen, waren so die Highlights die mir einerseits bewusst gemacht haben wieviel wilde Natur es noch gibt, andererseits waren es die Beispiele, an denen unser Guide festmachen und erklären konnte wie der Mensch die Natur bereits verändert hat. Eine Sprache lernt man am besten in Ländern in denen sie gesprochen wird. Über den Amazonas lernt man am besten, wenn man während man ihn durchreist zusätzliche Erklärungen bekommt.
Nachdem unsere Lodge so ausgestattet war wie wir es erwartet hatten, waren die Dörfer am Hauptstrom des Amazonas vor allem eines – modern. Solarzellen, Fernseher, Computer Internet und Hängematten. In den Dörfern trifft das moderne Leben auf Tradition. In den Häusern sitzen die Bewohner in der Hängematte und gucken dabei Fernsehen oder surfen im Internet, während andere Dorfbewohner am Fluss sitzen, Wäsche waschen oder die Netze kontrollieren. Dieses irgendwie bizarre Bild konnten wir mehrfach beobachten, ich habe mich aber für die Menschen gefreut. Sie lernen auf diese Weise neue Technologien kennen, verschwenden aber keine Ressourcen zum Wäschewaschen oder für die Jagd.
Zu guter Letzt ist auch dieser Trip eines – unvergesslich! Die Bilder die ich euch nun zeige sind leider nicht annähernd so eindrucksvoll wie das Erlebnis, sie geben aber einen guten Überblick über das was wir erleben durften.




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